Gemeinsame Presseerklärung der Freien Radios Frrapó, CoLaboRadio, Pi Radio und Studio Ansage

Sendezeitbeschneidung und Abschaltung von Freien Radios in Berlin und Potsdam. Dem ersten Freien Radio in Brandenburg wird die Sendelizenz entzogen. Auch Freie Radios in Berlin sind von Kürzungen der Sendezeit betroffen.

Der Medienrat der Medienanstalt Berlin Brandenburg (mabb) hat die Sendelizenzen auf dem UKW Schaltprogramm 88vier neu verteilt. Dem Freien Radio Potsdam (Frrapó) soll nach seinem ersten Sendejahr aus schwer nachvollziehbaren Gründen ab 21. Mai die Lizenz entzogen werden. Die Berliner Freien Radios Pi Radio, Studio Ansage und CoLaboRadio haben eine wichtige Magazinstunde von 19.00 bis 20.00 Uhr verloren. Sie sollen nach dem neuen Plan von Montag bis Donnerstag von 20.00 Uhr bis 6.00 Uhr in einem gemeinsamen Communitybereich senden. Beantragt war von allen vier Gruppen ein gemeinsamer Community- Radio- Bereich von Montag bis Freitag von 18.00 Uhr bis 6.00 Uhr.

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Offener Brief der Freien Radios in Berlin/Brandenburg: Vier Punkte für ein Berlin-Potsdamer Community Radio

Da wir mit den jüngsten Entscheidungen des Medienrats der mabb zur 88vier vom 19. April 2012  nicht einverstanden sein können, haben Colaboradio, Frrapo, Pi Radio und Studio Ansage eine zweiseitige Erklärung für den Medienrat verfasst, diese Entscheidungen zu überdenken und spätestens auf der anstehenden Medienratssitzung am 15. Mai 2012 zu ändern. Im Folgenden die Erklärung, die Pressemitteilung und als Quelle eine von uns im Vorfeld der Ausschreibung angefertigte quantitative Analyse der 88vier.

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Religiöser Fundamentalismus oder Emanzipation? Frauenboxen in Afghanistan.

In unserer letzten Sendung war Ulrike Heitmeier zu Gast. Mit ihr sprachen wir über Boxerinnen in Afghanistan. In Afghanistan bereiten sich derzeit Boxerinnen auf die kommenden Olypischen Spiele in London vor. Frauenboxen ist immer noch keine alltägliche Sportart in dem von Kriegen zerstörten Land. Die Boxerinnen haben mit erheblichen Widerständen und auch persönlichen Bedrohungen zu kämpfen.

Ulrike Heitmüller ist Journalistin. Sie bestritt als erste Frau in Deutschland einen legalen Boxkampf im Frauenboxen. Frauenboxen war bis in die 90er Jahre in Deutschland verboten.

Kommentar: Sendezeitbeschneidung und Abschaltung freier Radios in Berlin und Potsdam

 Von Jenz Steiner

Wer in Berlin und Brandenburg Radio machen darf und wer nicht, entscheidet die MABB. Die Medienanstalt Berlin Brandenburg. Diese Anstalt hat vor zwei Jahren etwas für ihre Verhältnisse Revolutionäres geschaffen. Jetzt wird wieder zurückgerudert. Unter dem Titel 88vier – kreatives Radio für Berlin hat sie 2010 ein Schaltprogramm geschaffen, in dem neben dem offenen Kanal Alex auch Platz ist für die Initiativen, die sich mitunter schon seit Jahrzehnten für ein freies Radio in Berlin einsetzen. Das war höchste Zeit und hat Hoffnung gemacht – vor zwei Jahren. Nun scheint die MABB die Geister, die sie rief , langsam wieder loswerden zu wollen. Die Entscheidung fiel Mitte April. Ab 23. Mai heißt das konkret: Abschaltung des Potsdamer Freien Radios Frrapo mit seinen 25 Redaktionen nach nur einem Jahr Sendebetrieb. Und massive Sendezeitbeschneidungen bei Piradio, Twen.FM, Colaboradio, Reboot.FM, Multicult.fm und Studio Ansage.

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Presse: Neues Deutschland zu neuem Programmplan der 88vier

Das Neue Deutschland schreibt:

Neuer Programmplan für die nichtkommerzielle Radioplattform 88vier / Bekanntheit sehr zufriedenstellend.

»Unsere langen Mühen werden nicht honoriert«, erklärt Jörg Depta stellvertretend für viele Radioleute angesichts des neuesten Beschlusses der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb). 88vier, die Plattform für nichtkommerzielle Radioanbieter aus Berlin und Brandenburg, bekommt ab dem 21. Mai ein neues Sendeschema. Die Gruppen, die eigentlich ein Freies Radio wollen und mit gewichtigen Argumenten um eine Ausweitung ihrer 88vier-Sendezeit ersuchten, wurden deutlich geschröpft. Für Potsdam sei der Beschluss gar eine »Tragödie«, weil »Frrapó – Freies Radio Potsdam« nicht mehr dabei ist, sagt Depta von Pi Radio, einem Sammelbecken vieler Radiogruppen.

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Bundesverband Freier Radios ist bestürzt über Entscheidung des Medienrates Berlin-Brandenburg

Der Bundesverband Freier Radios zeigt sich in einer ersten Stellungsnahme erschüttert über die Entscheidung des Medienrates Berlin-Brandenburg zur Vergabe der Sendelizensen auf der 88vier. In der Erklärung heißt es weiter: „Der BFR fordert deshalb den mabb-Medienrat auf, diese nicht nachvollziehbaren Entscheidungen wieder zurückzunehmen. […] Die Medienpolitik in Berlin und Brandenburg, vor allem der regierende SPD und CDU in Berlin und SPD und die LINKE in Brandenburg, wird wiederholt aufgefordert den Rundfunkstaatsvertrag beider Länder zu novellieren, wie es Europarat 2009 und europäisches Parlament 2008 allen Mitgliedsstaaten empfohlen haben. Es ist höchste Zeit endlich auch in Berlin und Brandenburg die medienrechtliche Anerkennung für nichtkommerzielle Lokalradios als Freie Radios und deren finanzielle Unterstützung aus Rundfunkgebühren festzuschreiben.“

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