Endstation Tirana. Ein Reisebericht.

Zu hören Mittwoch, den 26. Dezember, von 19 – 20 Uhr bei Freies Sender Kombinat (Hamburg) und Pi Radio (Berlin). Bei Radio Corax (Halle) bereits schon ab 18:50 Uhr.

Ein Feature von Max Mönch und Marcel Polanski.

Als die Amerikaner begannen, ihr Super-Camp in Guantanamo zu füllen, bekam der war on terrorism allmählich Konturen. Hunderte Terrorverdächtige aus der ganzen Welt wurden hierher geflogen. Die Bilder aus Guantanamo von den Schlimmsten der Schlimmsten – the worst of the worst – wurden zu Nachrichtenikonen des neuen Jahrtausends. Wir lernten sie kennen, als knieende orangene Kreaturen mit schwarzen Ohrenschützern und dunklen Skibrillen. Es waren Abbilder einer neuen Dimension des Bösen, das die Vereinigten Staaten dabei waren zu bekämpfen…

Das Feature erzählt die unglaubliche Geschichte fünf junger Männer. Ahnungslos waren sie plötzlich auf dem Radar der Weltpolitik erschienen. Auf der Flucht vor der einen Weltmacht (China) landen sie plötzlich im Netz der anderen (USA) und verschwinden über Jahre von der Bildoberfläche – in Guantanamo. Bis sie schließlich wieder auftauchen – in Tirana, Albanien – und endlich ihre Geschichte erzählen können…

Der Autor Max Mönch  wurde 1978 geboren und arbeitet  in Berlin. Nach seinem Geschichtsstudium an der Humboldt-Universität konzentrierte er sich thematisch vor allem auf den Ostblock. Während der Recherche an einem Dokumentarfilm für den Bayerischen Rundfunk ist er in Albanien auf die vier Uiguren gestoßen. Gegenwärtig arbeitet er an diversen Dokumentarfilmprojekten (u. a. für 3Sat und Arte).

Marcel Polanski arbeitet und lebt in Berlin. Er arbeitete bei verschiedenen freien Radioprojekten (z.B,  Herbstradio). Seit einigen Jahren arbeitet für das Freie Radio Pi Radio in Berlin.

Heute bei Radia Obskura: Jüdischer Sport in der Weimarer Republik sowie Tuntendiva und Marxist Ronald M. Schernikau

Heute 19 – 20 Uhr bei Radio Corax (Halle), Freies Sender Kombinat (Hamburg) und Pi Radio (Berlin).

Bei Radia Obskura geht es heute rund. Es geht um Assimilation durch Muskelkraft. Genauer gesagt geht es um die Geschichte des jüdischen Sports in Deutschland. Sportvereine stellten für die politisch weitgehend emanzipierten deutschen Juden des frühen zwanzigsten Jahrhunderts einen möglichen Weg zur bis dahin weitgehend ausgebliebenen, gesellschaftlichen Emanzipation dar. So wurden einerseits jüdische Sportvereine gegründet, die den Zusammenhalt innerhalb der jüdischen Gemeinschaft stärken sollten. Andererseits waren jüdische Sportler zur Zeit der Weimarer Republik vor allem in nichtjüdischen Vereinen aktiv. Zahllose jüdische Sportlerkarrieren durchziehen die Geschichte der Weimarer Jahre, insbesondere im entstehenden Profi-Fußball. Dem „jüdischen Geist“ im deutschen und europäischen Sport setzten die Nationalsozialisten jedoch ein schnelles Ende. Darüber reden wir mit Michael Zantke und Christian vom Roten Stern Berlin.

Ausserdem:
Tuntendiva und Marxist Ronald M. Schernikau. Ronald M. Schernikau porträtiert in seinem Buch „Die Tage in L“ die DDR kurz vor dem Fall der Mauer und dem Kollaps der sozialistischen Blockstaaten und erinnert an ihr Versprechen einer besseren aller bisherigen Welten.
“Die Tage in L darüber, daß die DDR und die BRD sich niemals verständigen können, geschweige mittels ihrer Literatur” erschien im Konkret Literatur Verlag und kostet 15 Euro.

Und wir schauen nach Brasilien. Dort werden die bevorstehende Fußballweltmeisterschaft 2014 und die Olympiade 2016 als Vorwand für eine neoliberale Stadtpolitik herangezogen.

Zu empfangen ist die Radia Obskura am Mittwoch, den 12.12.12., auf UKW nicht nur in Berlin auf 88,4 MHz und Potsdam auf 90,7 MHz. Sie wird zeitgleich im Raum Hamburg auf 93,0 MHz und 101,4 bzw. 105,7 MHz und im Raum Halle-Leipzig auf 95,9 MHz ausgestrahlt. Per Internet-Live-Stream ist Radia Obskura über http://bit.ly/ckINXf, oder http://bit.ly/Ntx4b zu hören.