Kapitalismus als Gefängnis / im Museum #186

Museum des Kapitalismus

Der Kapitalismus im Museum? Wie geht denn das – der ist doch noch höchstlebendig, sollten wir denken. Trotzdem gibt es ein Museum des Kapitalismus in Berlin (nunmehr seit über 1 Jahr in der Köpenicker Str. 172, vorher an verschiedenen Orten), das als ein „Museum von unten“ (Selbstbezeichnung) versucht, auf verschiedene, kreative & interaktive Weise verständlich zu machen, was ‚den Kapitalismus‘ ausmacht, was er mit uns zu tun hat und schließlich auch, ob er wirklich so alternativlos sei, wie viele geneigt sind zu denken: „Ein Erkunden von dem was um uns ist, um zu begreifen, was es sein könnte.“ – Das Motto steht auf der zugehörigen Homepage http://museumdeskapitalismus.de/ Anlässlich des Sommerfestes am 15. Juni 2019 hat Radia Obskura mit einem der Macher*innen über das Museum gesprochen.

Übrigens: Mitmachen ist herzlich erwünscht! Sucht auf der Website nach den Kontaktdaten..

 

 

Gefangen im Kapitalismus

Nun ist es sicherlich kein Zufall, dass die dreiteilige Veranstaltungsreihe der kapitalismus- und überwachungskritischen Berliner Gruppe Seminar für angewandte Unsicherheit [SaU] zum Thema Gefängnis und Armut mit dem Titel „Gefangen im Kapitalismus“ just im Museum des Kapitalismus stattfand. Aus dem Veranstaltungstext:

„In unser aktuellen Veranstaltungsreihe wollen wir die vielschichtigen Verflechtungen von Armut und Gefängnis im neoliberalen Kapitalismus in den Blick nehmen. Armut hat eine strafverschärfende Wirkung, die sich besonders deutlich bei der Umwandlung von Geldstrafen in Ersatzfreiheitsstrafen zeigt. Aber auch überproportional viele People of Color müssen Haftstrafen absitzen. Welche gesellschaftlichen Verhältnisse und juristischen Vorgehensweisen führen zu dieser Auswahl? Mit einer Gleichheit aller vor dem Gesetz ist es offenbar nicht so weit her.“

Am ersten der drei Termine referierten die Frankfurter Soziologin/Kriminologin Helga Cremer-Schäfer und die Initiative „Entknastung!“ bei der Naturfreundejugend Berlin zum übergreifenden Thema der Reihe. Den ersten der beiden Vorträge, von Helga Cremer-Schäfer, wollen wir euch in dieser Sendung quasi ungekürzt zum Hören geben. Dankenswerterweise haben die Organisator*innen des SaU – die auch schon mal bei Radia Obskura im Studio waren – uns die Aufnahmen zur Verfügung gestellt: vielen Dank dafür! Auf der Seite des SaU finden sich übrigens zahlreiche Mitschnitte vergangener Veranstaltungen – vielleicht ja auch bald die der jüngsten..

 

 

Tracklist

  • Lafote – Wir könnten sagen, es ist gut so, wie es ist
  • Yugen Blakrok – Metallik Crow (ft. Jak Tripper)
  • Kchuttnbruntza – Koaschianlond
  • Das Kapital – Marche pour la cérémonie des Turc
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