Against the G20-Africa-Partnership-Conference // Daily Resistance #161

Against the G20-Africa-Partnership-Conference in Berlin

Kurz bevor Anfang Juli in Hamburg der G20-Gipfel abgehalten wird, findet bereits am 12. und 13. Juni 2017 in Berlin die G20-Konferenz „G20 Africa Partnership – Investing in a Common Future“ statt. In Deutschland wurde als Teil der G20-Präsidentschaft ein „Compact with Africa“ im Sinne eines Marshall-Plans ausgearbeitet. In diesem Fahrwasser ist die Konferenz zu verstehen: Investitionen in die gemeinsame Zukunft wird mit einer kritischen Perpsektive übersetzbar in „Deregulierung, Freihandelszonen und neoliberale Kapitalerschließung“ (http://so36.de/events/fences-for-people-freedom-for-profits/) sowie Zusammenarbeit im Bereich Sicherheit und Überwachung, um Fluchtursachen bzw. „Migrationsdruck“ (BMZ 2017: 27, http://tinyurl.com/kb5hddg) zu bekämpfen. Gegen diese Zusammenhänge wird in den Tagen vor der G20-Afrika-Partnership Conference protestiert, demonstriert, werden verschiedene Aktionen durchgeführt: Info-Veranstaltungen, eine Fahrradrallye, Public Viewings, ein Floß-Frühstück auf der Anarche und schließlich eine Demo und Kundgebung in Berlin-Mitte und vor dem Gasometer in Schöneberg, in welchem die Konferenz stattfinden wird.

Only short time before the G20 summit in Hamburg, the „G20 Africa Partnership – Investing in a Common Future“-Conference will take place in Berlin on June 12 and 13. Within Germany‘s G20-presidency a Marshall plan for Africa („Compact with Africa“) has been worked out. This plan delivers the context for the conference. Investments in a common future can be understood quite critically, though: deregulation, free-trade zones and neoliberal capital accumulation is e.g. what IL (interventionist left) detects behind it. Also, security and surveillance measures are important parts of the ‚cooperation‘ to fight „migration pressure“ (german ministry for economic cooperation and development 2017: http://tinyurl.com/kb5hddg). During the days before the conference, various protests and actions against this plan will take place: info events, a bike rallye, public viewings, a fleet-breakfast and – of course – a manifestation right in front of the Gasometer in Schöneberg, where the coneference is supposed to take place.

 

 

 

Daily Resistance

„Daily Resistance is a periodical newspaper on actual paper written by refugee activists aimed to reach people in lagers. We want to inform them on the state of resistance in germany and to empower them for their everyday resistance against the system.“

So lautet die Selbstbeschreibung der Zeitung Daily Resistance, deren erste Auflage im März 2016, die zweite im August 2016 erschien. Ende 2016 erschien eine Spezialausgabe zu den neu aufgeflammten Protesten in Bayern. Wir sprechen über aktuelle Themen, über die Relevanz selbst Medien zu machen und über Möglichkeiten die Arbeit von und an Daily Resistance zu unterstützen. Daily Resistance ist zwar eine kostenlose Zeitung auf Papier, aber sie ist auch als pdf online abrufbar.

Leider konnte der Vertreter der Zeitung nicht kommen. Wir hoffen, das Interview möglichst nach Erscheinen der 3. Ausgabe nachholen zu können!

This is a self-description of the Newspaper Daily Resistance. The first issue was published in march, the second followed in August 2016. By the end of last year a special issue on newly arising protests in Bavaria/Munich was distributed. We are talking with one of the editors about their current topics, about the relevance of DIY-media channels and on the question: ‚how to support Daily Resistance‘. Daily Resistance is on paper and for free, but you can also read it online in pdf.

Unluckily, the person we invited could not join us in the studio. We hope to come up with the interview after the release of the 3rd issue!

 

 

Tracklist

  • The Brother Moves On – Everything Will Be Okay
  • bandista – Haymatlos
  • Lady Jay Wah & Yasemeen Helwani – Propaganda
  • Tumi and the Volume – Afrique
  • Femi Kuti – Action Time

Blauwahl? What the fuck?! #147

Webdokumentation http://www.hoyerswerda-1991.de – 25 Jahre nach den Pogromen

„Ab Mitte September 2016 ist hier eine Webdokumentation zu sehen, die aus vielfältigen Perspektiven über Ursachen, Ablauf und Folgen der tagelangen Angriffe auf Migrantinnen und Migranten 1991 in Hoyerswerda (Sachsen) informiert. […] Eine Produktion der out of focus Filmproduktion und der Initiative ‚Progrom 91′“

Wir sprachen am Telefon mit Matthias vom autofokus Videowerkstatt e.V. über das Projekt.

 

 

Bergpartei, die „ÜberPartei“ – über die Berliner Senatswahl 2016

„BERGPARTEI? HÄ? Ja, genau, die berliner Bergpartei. Wir sind kein Alpenverein und keine christliche Sekte. Berge gibts in Berlin genug, z.b. Kreuzberg, Prenzlauer Berg, Schöneberg… zwischen Schulden- und Trümmerbergen gibts in Berlin aber vor allem eins: Berge von Möglichkeiten.“

Zwei Vertreter der Berliner Kleinpartei waren im Studio: Pastor Leumund aka Jan Theiler und Benjamin Beni Richter. Wir sprachen über die anstehenden Wahl, Sinn und Unsinn von Klein(st)parteien und einiges mehr..

 

 

„Stoppt die AfD!“ – Demo von Nationalismus ist keine Alternative Berlin

Demo-Aufruf gegen von Storchs Zentrum »Zivile Koalition« in Mitte Fr. 16. September | 18.00 Uhr | S-Bhf. Schönhauser Allee

Wir sprachen per Telefon mit einem Vertreter von Nationalismus ist keine Alternative (nika) Berlin.

„Wann immer es eine rechte Kampagne zu lancieren gab, konnte sich die Bundes-AfD auf von Storchs Medien-Netzwerk stets verlassen. Sie gilt als einflussreiche Lobbyistin innerhalb des konservativen Spektrums. Zusammen mit ihrem Mann, Sven von Storch, unterhält sie unter dem Dach des »Zivile Koalition e.V.« zahlreiche Online-Seiten die gegen Geflüchtete und Muslime, gegen Abtreibungen, Homoehe und den Euro mobil machen. Mit Online-Kampagnen versucht der Verein Druck auf unliebsame Politiker*innen auszuüben. »Zivile Koalition« und AfD sind eng verschmolzen.“

 

 

„Marsch für das Leben“? What the fuck?!

Aus dem Demo-Aufruf des Bündnisses 17. September 2016, 12:00 Uhr, S-Bahn Anhalter Bahnhof

„Antifeminismus sabotieren! Für körperliche Selbstbestimmung demonstrieren! Christliche FundamentalistInnen blockieren! Dem Marsch, seinen AkteurInnen und ihrem Gedankengut entschlossen entgegentreten!

Für den 17. September 2016 mobilisiert der Bundesverband Lebensrecht (BVL) zu einem „Marsch für das Leben“ in Berlin. Der “Marsch”, der bereits seit 2002 in Berlin stattfindet, ist einer der wichtigsten öffentlichen Auftritte der selbsternannten „LebensschützerInnen“, bei dem sie sich für ein generelles Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen einsetzen sowie ein christlich-fundamentalistisches Weltbild zelebrieren.“

 

Berlin Pariser Platz: Mahnwache gegen die Verschärfung des Asylgesetzes

Am 8. Mai stimmt der Bundestag über die Verschärfung des Asylgesetzes mit dem sperrigen Titel „zur Neubestimmung des Bleiberechts und der Aufenthaltsbeendigung“ ab. Vom Bleiberecht bleibt dabei nicht viel übrig. Insbesondere Gedultete und Geflüchtete im Dublinverfahren werden umfassenden Repressionen ausgesetzt: Inhaftierung, Einreise- und Aufenthaltssperren, Arbeitsverbot. Geflüchtete können dadurch (noch) leichter kriminalisiert werden.
Um darauf aufmerksam zu machen findet findet seit dem 10. April eine bundesweite Aktionswoche gegen die Verschärfung des Asylrechts statt. In deren Rahmen gibt es eine einwöchige Mahnwache und Veranstaltungen am Pariser Platz in Berlin. Wir waren dort und haben mit Geflüchteten von der Mahnwache gesprochen.

https://www.asylrechtsverschaerfung-stoppen.de/

http://corasol.blogsport.de/

 

„Weiße Wölfe- eine grafische Reportage über rechten Terror“ . Gespräch mit David Schraven, Journalist und Autor

„Weiße Wölfe- eine grafische Reportage über rechten Terror“ ist ein gerade erschienenes Buch von David Schraven und Jan Feindt. David Schraven hat dafür im gewaltbereiten Neonazi-Milieu im Ruhrgebiet recherchiert. Zusammen mit dem Grafiker Jan Feindt hat er diese Recherche in ein albtraumhaftes, nicht fiktives Comic umgesetzt. Über diese kalte, schwarze Graphic Novel und eine Ausstellung dazu in den Redaktionsräumen von CORRECT!V haben wir mit David Schraven geredet.

Nachbarschaftshilfe für Flüchtlinge in Berlin – Unterstützungskreis Strassburger Straße

Der schwarz-rot-goldene Sommertraum ist vorbei. Ausländerfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus sind wieder salonfähig geworden. In Dresden, Berlin und in Düsseldorf marschieren tausende „ganz normaler Deutscher“ auf, um das offen zu zeigen. Derweil ist die Zahl der Übergriffe auf Flüchtlingsunterkünfte so hoch wie seit der Wende nicht mehr. Ein Grund für uns, sich mit Initiativen zu unterhalten, die ankommenden Flüchtlingen und AsylbewerberInnen zur Seite stehen und ganz konkret helfen. Wir reden mit dem Unterstützungskreis Straßburger Straße aus Prenzlauer Berg.